Vom Service zur Wüste…

Es war einmal vor fast eineinhalb Jahren. Abgeschnitten von der virtuellen Welt, bewegte sich meine Wenigkeit im Dunkeln der Langeweile, der selbst erklärten Einsamkeit. In der Hoffnung, dass mein Anbieter mein Telefon und mein Internet im heimischen Fort wieder anschließen würde. Nach unzähligen Telefonaten, E-Mails, nach zwei Besuchen von Technikern und nach zwei verschwendeten Urlaubstagen war es dann nach drei Wochen soweit: Die Internet-Welt hatte mich wieder!

Und das Versprechen, dass es ab da alles wieder reibungslos laufen würde, hatte ich auch.

Denkste!!!

Seit letztem Mittwoch sitze ich hier nun wieder und brauche mein Handy-Datenvolumen auf, weil ich MAL WIEDER sonst keine Möglichkeit habe. Von den Anrufen bei meinen Eltern von Verwandten aus Portugal, die fragten, ob mir etwas zugestoßen sei, weil sie mich auf dem Festnetz erreichen wollten und nicht konnten, ganz zu schweigen.

Herzlichen Dank O2 für die „Fast-Herzinfarkte“, die Du denen beschert hast.

Seit diesem Tag versuche ich, diese Störung zu melden. Also klemmte ich mich hinter mein verbliebenes Kommukationsgerät und wählte den O2-Kundenservice an. Das Ganze hat nur zwei Besuche im O2-Shop, sechs Tage an Kontaktaufnahmeversuche, neun Anrufe mit einer Gesamtwarteschleifenzeit von 8 Stunden und 43 Minuten (!) gedauert, bis ich endlich jemand dran hatte, um überhaupt eine Störung melden zu können. Wer mich kennt, weiß genau, dass ich die Geduld in Person bin (zwinker)! Also locker flockig der netten Dame am Telefon erklärt, was genau mein Problem war. Ehrlich: Sie war wirklich nett! Da tat es mir ganz schnell leid, dass sie mein HB-Männchen-Tanz durchs Telefon förmlich hat sehen können. Nun gut. Die nette Dame erklärte mir alles mit einer Wahnsinnsgeduld, löste ein Ticket für die IT aus und sagte mir, ich würde ein Rückruf von ihren McNerds bekommen.

Ich wartete bis 23 Uhr. NICHTS KAM!

Statt dessen kam heute Mittag eine SMS mit der Bitte, mich mit der Störungshotline in Verbindung zu setzen, um keinen Termin für den Techniker zu machen.

Mein erster Gedanke: #$|%|%}£{*\&@€!

Nach einem erneuten HB-Männchen-Tanz und den belustigten Blicken meiner Kollegen, ergriff ich ein weiteres Mal das Telefon. Und wie sollte es anders sein: Warteschleife! Wartezeitansage war maximal fünf Minuten. Es erfolgte ein innerlicher Freudentanz. Die Zeit verging und langsam nervte mich diese Warteschleifen-Musik extrem. Der kurze Blick auf die Uhr sagte mir, dass ich bereits zwanzig Minuten wartete. Einsatz: innerlicher Touretteanfall! Also legte ich wieder auf, da ich ja eigentlich im Büro war. Und so weit ich weiß, bezahlt man mich nicht fürs O2 anrufen müssen. Ich habe bis zu meiner Mittagspause gewartet.

Mein leckerer Salat wartete auf mich, allerdings musste er noch länger warten. Was ich noch nicht wusste, als ich wieder die Hotline anrief: O2 lebt in einer anderen Zeitzone, in der die Uhren drei Mal langsamer laufen als bei uns. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass ich laut Ansage lediglich nur eine Minute warten sollte und am Ende nach einer halben Stunde erst eine menschliche Stimme hörte. Bisheriges Ende des Ganzen: Ich musste mir einen Tag Urlaub nehmen, damit der gute Techniker von O2 sich meinen Router angucken kann, um dann festzustellen, dass das Problem nur von einem Telekom-Techniker zu beheben ist, mit dem ich einen anderen Termin machen musst, der mich wieder einen Tag Urlaub kostet. Meinen Salat habe ich dann nicht mehr essen können. Mittagspause war vorbei und Hunger hatte ich eh nicht mehr.

O2’s neuer Werbeslogan: Jährlich kollabiert das Technikmurmeltier!

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Es war einmal…

… Freunde.

Oder Menschen, die man einmal für welche gehalten hat. An und für sich ist das nichts Neues. Das kennt jeder. Man denkt, man lernt jemanden kennen und schließt eine Freundschaft, die ewig halten wird. Vergleiche wie „Arsch und Eimer“ werden genannt. Doch am Ende erkennt man alles.

Im Grunde ist man selbst Schuld. Man öffnet sich und merkt nicht, dass es im Grunde nicht wirklich auf Gegenseitigkeit beruht. War es vielleicht auch eine Zeitlang. Allerdings hat man den anderen oder zumindest die Freundschaft überschätzt.

Man wird zur Seite geschoben und in die Warteschleife gelegt. Manchmal gibt es gute Gründe dafür. Dinge, die keinen Aufschub dulden, die wichtiger sind als alles andere. Dafür hätte jeder Verständnis. Gerade ein Freund. Man fragt, wie es dem anderen geht. Sucht den Kontakt. Wird abgespeist und stellt gleichzeitig fest, dass für andere Dinge Zeit da ist. Dinge, die nicht zu den dringend wichtigen gehören, nicht zu denen gehören, die keinen Aufschub dulden. Man fragt nach. Wird nicht verstanden, Erklärungen ignoriert und man wird angeblafft.

Man zieht sich zurück. Gibt dem anderen Zeit, sein Leben zu organisieren und wieder in gewohnte Bahnen zu lenken. Man gibt dem anderen Zeit, zu sich selbst zu finden. Und man wartet. Wartet auf irgendein Lebenszeichen. Vielleicht eine Entschuldigung für die Art und Weise des Anblaffen. Aber es kommt nichts… Man wartet vergebens. Bis man feststellt, dass man nicht mehr warten braucht. Denn da wird nichts weiter passieren.

Man stellt fest, dass der Mensch, den man geglaubt hat zu kennen, gar nicht so ist, wie man dachte. Ich habe lange überlegt, ob ich dazu etwas schreibe. Und ich habe mir fast 3 Monate Zeit gelassen. Und nun kann ich es. Als Retrospektive. Als Zusammenfassung. Als Abschluss! Irgendwann muss es ein Ende geben. Aber hey… Das Leben geht weiter.

FIN

Wer bist Du…

Tochter. Schwester. Cousine. Kollegin. Mutter. Frau. Mensch. 

Jeder Mensch folgt einem Selbstfindungsweg vom Beginn seiner Geburt an. Wege, die über Berge, durch Täler, an Stränden entlang, auf Baumwipfel führen, und nicht selten genug an Sackgassen enden. Sackgassen, die ihn zwingen umzukehren. Neu zu starten. Neue Wege zu finden. Pfade, die ihn dazu bringen, sich neu zu erfinden. Auf diesen Pfaden begegnen ihm andere Menschen. Auch sie auf der Suche nach ihren eigenen Wegen. Man kreuzt sich. Tauscht sich aus. Lernt und wächst mit einander, durch einander. Einige setzen ihren Weg gemeinsam fort. Finden ihre Mitte mit dem anderen. In welcher Konstellation auch immer. Ehepartner, Familie, Kollegen oder Freunde. 

Man altert. Wird weiser oder auch nicht. Gemeinsam oder auch nicht. Als Kind war ich alles. Ich war Enkelin, Tochter, irgendwann Schwester, Vorschülerin, Grundschülerin. In zwei Ländern aufgewachsen. Dreisprachig. Direkt. Dennoch zerrissen und heimatlos. Staatenlos. In Portugal die Deutsche, und in Deutschland die Ausländerin zu sein, war nicht einfach. Nie! Orientierungslos. Ohne feste Zugehörigkeit. In einer Sackgasse. 

Als Teenager war ich viel mehr. Neue Schülerin. Sportlerin. Schauspielerin. Sängerin. Neue Freundin. Erste große Liebe. Immer noch direkt. Wieder neue Schülerin. Hineingeworfen in strukturierte, feststehenden Beziehungsbanden. Versuchend, dort meinen Platz zu finden. Mich selbst und meinen Weg aus den Augen verlierend. Stagnierend. Bis ich erkannte, dass das nicht meine Richtung sein konnte. Dass diese erneute Sackgasse nicht mein Pfad war. Und ich entdeckte meine neue Bestimmung: Selbstfindung! 

Seit dem bin ich anders. Ein neues Selbst. Ich war Auszubilden. Ehefrau. Bin alleinerziehende Mutter, schon immer gewesen. Ex-Frau. Mutig. Frech. Wild. Ruhig. Kontaktfreudig. Zurückhaltend. Musisch. Witzig. Nachdenklich. Kreativ. Nicht mehr sportlich, aber das war ok. Ich suche mir den Kreis wirklich guter Freunde genau aus und distanziere mich von denen, die nicht in den Kreis passen. Passe mich nicht mehr an. Weiterhin direkt. Ehrlicher als je zuvor. Vor allem zu mir selbst. 

Rückblickend betrachtet, bin stolz darauf, was aus mir wurde. Alles, was ich erlebt, durchlebt, für meine Zukunft erhofft, wieder verworfen und bisher erreicht habe, haben mich zu dem Menschen geformt, der ich heute bin. Diese Erfahrungen haben mich auf meinem Weg gelenkt, umgeleitet und weiter geführt. Auch wenn ich mir als unbedarfter Teenager dachte, ich könne alles werden, auch eine Stadien füllende Musikerin, was ich wollte, ist das, was ich jetzt bin, das einzige, was ich je werden wollte: Glücklich. Zufrieden. Gute Kollegin. Kümmernde Tochter. Verrückte, lockere Mutter. Angekommen!

Ja, ich bin stolz drauf, was aus mir geworden ist. 

Pub Quiz Galore

Ich war mal wieder unterwegs. Wenn man schon zwei Wochen sturmfrei hat, dann kann man auch mal raus und die Menschheit mit der eigenen Visage beglücken. Oder erschrecken. Je nach Sichtweise! 😉 

Eine liebe Freundin hat mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, an einem Quiz-Abend im Molotow teilzunehmen. Erst dachte ich: Wo ist hier der Notausgang?! Wie sage ich charmant, galant und eloquent ab, ohne sie vor den Kopf zu stoßen. Mir fiel nichts anderes ein als erst herzhaft zu lachen. Dann habe ich eine Warnung ausgestoßen. Meine Antwort war in etwa: Da ich so begnadet untalentiert bin, wäre ich mehr nur schmückendes Beiwerk, als eine große Hilfe! 

Klugscheissern kann ich wie ne große, aber wenn ich direkt befragt werde, dann werde ich so klein mit Hut, dass ich unterm Teppich Fallschirm springen könnte. Es ist, wie es ist. Trotz aller Warnungen, hat sie sich nicht abbringen lassen. Also bin ich letzten Mittwoch zu später Stunde auf die Reeperbahn gepilgert. Durch Regen. Mit einem riesigen Umweg, weil meine Bahn nicht richtig fuhr. Mit ganz viel Wartezeit an der Bushaltestelle. Aber ich habe es geschafft. 

Dort angekommen stellte ich fest, dass sich meine Mitspieler auf das Thema des Abends vorbereiteten. GZSZ! Streber! 😉 Da ich davon so viel Ahnung habe, wie eine Amöbe von Kernphysik, wurde ich ziemlich blass. Zum Glück bestand das Quiz aus 3 Fragerunden: Aktuelles, Allgemeinwissen und dann die Fragen zum Thema des Abends. Da schöpfte ich noch Hoffnung, gar nicht so viel falsch zu antworten. Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Ich durfte das Team „Dumm Pérignon“ verstärken. Name war ein wenig Programm. Hihi! 

Die Runde zum Thema aktuelles haben wir mit geballter Kraft ganz gut hinbekommen. Bei dem zweiten Durchlauf, Thema Allgemeinwissen, habe ich mit gefährlichem Halbwissen und mit meiner großen Klappe glänzen dürfen. Besonders bei der letzten Frage: Was bedeutet BFDW?! Eigentlich heißt es „Brot für die Welt“. Meine Antwort war: „Bumsen für den Weltfrieden“! Genial, wie ich finde. Und seien wir mal ehrlich: So weit weg war ich gar nicht! 😀 Auch wenn die Antwort falsch war, hofften wir dennoch auf einen Sonderpunkt für kreatives Gedankengut! 🙂 Bekommen haben wir den nicht. Schiebung! 

Beim dritten Abschnitt hatten wir von 10 möglichen Antworten, gerade mal 4 richtig. Naja, hätte schlimmer kommen können. Auch wenn wir aus dem Ganzen nicht wirklich schlauer hervorgegangen sind, hatten wir jede Menge Spaß. Inklusive 2 Bier und einen Kurzen. Eine lange Heimfahrt und am nächsten Tag, Muskelkater vom Lachen. Kurz um: Es hat sich gelohnt. Ich habe nette Menschen kennengelernt, habe viel gelacht und eine ziemlich kurze Nacht. Nachdem ich gegen 00:30 zuhause war, erwartete mich um 5 Uhr morgens das unerbittliche klingeln meines Weckers. 

Noch einmal: Ich hatte irre viel zu lachen! Und würde es gern wieder machen. Allerdings gucke ich mir das Hauptthema vorher mal genauer an. 🙂 

Fazit: Probiert Neues aus! Geht raus! Lernt neue Menschen kennen! Macht neue Erfahrungen! Damit macht Ihr nichts falsch. Also, auf neue Erkenntnisse und neue Freunde! Skål! 

Tippelditippel…

Der kleine Feuerkopf meldet sich zurück. 🙂

Howdy, liebe Freunde der seichten Unterhaltung. Keiner braucht eine Vermisstenmeldung aufzugeben, der Suchtrupp kann auch zuhause bleiben und Tee schlürfen – bei den Temperaturen im Moment auch bitter nötig – denn ich bin nicht verschollen gegangen.

Wie auf dem Titelbild unschwer zu erkennen ist, war ich auch nicht ganz untätig. 48 Seiten klingen jetzt nach einer großen Menge und 13.450 Zeichen erst recht. Ist es aber nicht wirklich, wenn man bedenkt, dass das Ganze mal ein Buch werden soll. Nach einer fast 3 monatigen Schreibblockade, freue ich mich wie Schnitzel über jede Silbe, jedes Wort, jeden Satz, über jeden Punkt und jedes Komma. Die Geschichte entwickelt sich. Die Figuren fangen an zu leben und zu wachsen. Kleinere Twists und Turns sind vorbereitet und warten darauf, explorieren zu können.

Natürlich fällt es mir an den meisten Tagen noch schwer, zu schreiben. Dem einfachen Grund geschuldet, dass ich halt eine Single-Mum/Working-Mum bin, und nach einem harten Arbeitstag abends zuhause so viel Motivation besitzen, wie ein Faultier in der Mittagssonne. Mein Feierabendritual – nachhause kommen, Mutti anrufen, duschen, etwas essen – endet meistens damit, dass ich mich in mein Bettchen kuschle, nach gefühlten 20 Minuten im Tiefschlaf vor mich hin grunze (verstopfe Nase) und mir absurde Träume durch den Kopf spinnen lasse, die mich beim Aufwachen als ersten Gedanken denken lassen: WHAT THE FUCK! Das Elend kennt jeder!

Trotz aller widrigen Umstände, habe ich ein wenig Text zusammen geschustert bekommen. Bisher läuft es ganz gut. Meine Aufgabe besteht jetzt darin, das Ganze nicht ins Kitschige abdriften zu lassen. Aber dafür habe ich ja meine andere Muddi. Sie lies sich alles durch, sagte mir, ob etwas nicht zusammen passt, oder ob ich da geballten Bockmist schreibe. Sie attestierte mir ja, dass ich einfach schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Ob das jetzt positiv oder als Kritik gemeint war, bin ich mir noch nicht ganz sicher, aber gut. Danke MUDDI!

Der Anfang ist gemacht und ich werde tippeln, bis mir die Finger bluten oder der Kopf leer ist und hoffentlich ist das Werk irgendwann auch fertig. 🙂

Versatile Blog Award

Nun hat es auch mich erwischt! Ich wurde nominiert…  Vielen Dank auch „mein Arsch aka Muddi„… 

Lange habe ich überlegt, über was ich schreiben könnte. Da meinen Leben, genauso wie mein Kopf, eher an eine Wüste erinnert, in der die einzige Aktion von Steppenläufern ausgeht, war das nicht so leicht. 

Doch als mir mein Kopf so in den Sinn kam, dämmerte es mir! Es wurde Zeit für eine Veränderung. Ich also mit der Leichtigkeit einer Breitarschantilope ins Bad geschwebt, mein Spiegelbild betrachtet und vor Schreck einen Meter rückwärts gegen die Heizung gepoltert. 

Es war nicht nur Zeit für etwas Neues, es war Zeit für eine Kernsanierung. So wie ich aussah, konnte man mich nicht mal mehr unter Denkmalschutz stellen. Antiquitäten haben ja ihren Charme, abgewrackte Ruinen nun mal weniger. 

Mir leuchteten freudestrahlend mächtig viele LEDs auf meinem Kopf entgegen. Mein Gesicht war leicht mit einem Streuselkuchen zu verwechseln und auf meinen Nägeln wucherte die Nagelhaut, vor Freunde in die Hände klatschend. Wie gesagt: Abreissen und neu bauen, wäre einfacher gewesen! Wie mir mein hässliches Spiegelbild so entgegen blinzelte, hatte ich das Gefühl ihm „challenge accepted“ entgegen brüllen zu müssen. 

Gesagt, getan! Mein erster Impuls  führte in die Drogerie meines Vertrauens. Haarfarbe gegen die LEDsgekauft. Gesichtsmasken (ganze 12 verschiedene) in den Warenkorb geworfen und mit dem dumpfen Gefühl, dass das nicht reichen würde, bin ich in den nächsten Gang. Kosmetikabteilung. Das Schlaraffenland jedes Kim-Kardashian-möchte-gern-Doubles, das Mekka jeder Tigel-und-Töpfchen-Süchtigen und der Ersatzladen für Malerei- und Bastelartikel. 

Meine Wenigkeit stand nun völlig überfordert vor dem ganzen Sortiment und fragte sich, was bloß aus dem guten alten Reispuder und in-die-Wangen-Kneifen-Rouge geworden ist. In meiner Hilflosigkeit rief ich mir eine Cremchen-Tante. Mit den Worten „ich hab keine Ahnung, was mir steht“ erntete ich von ihr einen sehr kompetenten Scannerblick, gefolgt von einem sympathischen Lächeln und den Worten „das haben wir gleich“. 

Sekunden später hatte ich ein neues Make-up, ein Primer fürs Gesicht, ein Primer für die Augenlider, Feuchtigkeitscreme, 3 verschiedene Nagellacke, Lippenkonturenstifte, LipglossE (!), matte Lippenstifte, Lidschattenpalette, Consealer, Augenbrauenstift und, anscheinend ganz wichtig heutzutage, eine Contouringpalette. Alles, was mir jetzt noch fehlte, war ein Jahresvorrat an Pinsel jeglicher Größen und Stärken und ein Master of Fine Arts! 😱 

Auf dem Weg zur Kasse, mit leicht rauchendem Kopf, stolperte ich über einen Aufsteller für neue trendige Haarfarben. Plötzlich hörte ich Harfen erklingen, hatte Herzchen in den Augen und der Aufsteller hatte mit einem Mal ein eigenartiges Leuchten. Da war sie wieder. Eine alte Bekannte rief nach mir, wie Sirenengesang einen alten Seebären: rote Farbe für die Haare! Wie von selbst landeten zwei Packungen der Tönung in meinem doch schon ziemlich vollen Korb. 

Was zwischen dem Bezahlen und dem nachhause Kommen passierte, kann ich nicht genau sagen. Da lief alles auf Autopilot. 😂 Aber als erstes habe ich diese komischen Leuchtdioden auf meinem Skalp, den Garaus gemacht! Das war gestern. Heute morgen juckte es mir so sehr in den Fingern, mir die Tönung in die Haare zu kleistern, dass ich um 8 Uhr morgens schon im Bad stand. 

Vor circa 5 Jahren bin ich zum letzten Mal als Red Sonja durch die gegen gerannt. Habe viele Komplimente dafür eingeheimst. Dennoch hatte ich so Schiss, dass es in die Hose geht. Ich habe zwei Anläufe gebraucht, um zu starten. Irgendwann war ich dann soweit. Das Warten bis die Farbe eingewirkt hat, war das schlimmste. Aber ich muss sagen, es hat sich gelohnt. Ich bin wieder ein Rotkäppchen! 😁 


Morgen werde ich dann Malen nach Zahlen ausprobieren. Muss ja abends fürs Konzert rattenscharf aussehen… 🤣

Ihr dürft gespannt sein! Solange werden Euch andere gute Seelen unterhalten. Nämlich meine Nominierten. Da ich aber leider noch nicht soooo viele treue Leser haben, halte ich es mit dem Sprichwort: Aller guten Dinge sind drei! 😉

Die VBA Regeln:

Danke der Person, die dich nominiert hat. Danke Muddi ❤

Verrate uns 7 noch unbekannte Dinge über Dich
. 

Wähle 15 Blogger aus, um sie deinerseits für den VBA zu nominieren. 

Hier meine Nominierten:

Das wunderbare Blumenmädchen 🌺

Beat eröffne uns Deine Welt 🌎

Dampfbloque nebel uns ein 🌫

Viel Spass Euch allen ❤